Lorenzo Valverde

Lorenzo Valverde wurde 1961 in Barcelona geboren und hat den größten Teil seiner Arbeiten in Köln entwickelt, wo er seit 1996 lebt.

Schon zu Beginn seiner künstlerischen Aktivität hat sich seine Malerei anderen Ausdrucksmitteln geöffnet. Dies wird vor allem im Bereich der Installation sichtbar, wo sich sowohl sein Interesse an der Beziehung zwischen dem Werk und dem Publikum, als auch an der Rolle, die der Staat in der Kultur als Legitimator der herrschenden Ideologie spielt, zeigt.

In seiner ersten Installation in der Miró-Stiftung in Barcelona 1990, vor allem aber in der Installation „la mina de Sta. Mònica“ im Centre d‘Art Santa Mònica, beginnt Lorenzo Valverde die Linien dessen zu ziehen, was die Grundlage seiner Arbeit sein wird: 

Die Berücksichtigung von “materiali poveri“, die völlige Freiheit der methodischen, konzeptionellen, formalen und materiellen Wahl, die Abkehr vom Korsett des Stils und sein Interesse an der sozialen Funktion der Kunst – in einem Barcelona, das sich in den 80er Jahren für alle Arten von Kunst, Theater, Performance und zeitgenössischem Tanz öffnete.

Ab 1991 präsentiert Lorenzo Valverde in mehreren Ausstellungen in Köln, Barcelona und New York Arbeiten, die sich sehr auf die Ästhetik des Prekären, die Armut der Materialien und die Fragilität der Formen konzentrieren, wie z.B. in der in Madrid und Barcelona gezeigten Ausstellung „Al ras“ oder in der im Oberlandesgericht in Köln gezeigten Videoinstallation „Lager“, in der im Wesentlichen Pappkartons verwendet wurden. Die bewusste Missachtung von Strukturen und ein zweifellos poetischer Charakter drücken eine neue Vitalität seines Werkes in der Konfrontation mit den ästhetischen Herausforderungen aus.

www.lorenzovalverde.com